.gestern, heute und morgen.

ich kann den abend einfach so stehen lassen. weil jeder mal nen abend hat an dems ihm beschissen geht. und wenn man dann noch alkohol trinkt isses kein wunder, wenn man alle zutextet mit seinen problemen. das lustige is, dass nur ich das so wahrnehme, glaube ich. ich hab die erfahrung gemacht, dass die anderen das viel harmloser sehen als ich, während ich mich tagelang fertig mache weil ich mich so furchtbar benommen hab. wenn juckts schon wie ich mich benehme. is mein problem. ich hab nur angst, dass ich was von mir preisgegeben hab, was ich sonst nich preisgeben würde. aber wenn ich vernünftig und logisch denke, hat sie sich viel schlimmer aufgeführt. ich hab gezeigt, dass ich auch unter alkoholeinfluss meine würde nicht verliere. und was ich den anderen erzählt habe, hätte ich ihnen so auch erzählt. ich hätte es wahrscheinlich nur anders formuliert. vor allem, was is so schlimm daran, wenn ich erzähle, dass ich einsam bin, dass ich jemanden vermisse, dem ich nah sein kann und dass mich schon lange niemand mehr im arm gehalten hat. ich bin nichmal ins detail gegangen. gut ob b. das jetzt interessiert is ne andere sache. aber er weiß ja auch, dass er und c. die einzigen sind, mit denen ich wirklich viel zeit verbringe und dass ich meine schwere zeit noch nicht ganz vorbei ist. er is alt genug, um nich jedes wort von mir auf die goldwaage zu legen, so wie ich das immer mache.

 ich hätte ehrlich gesagt gern mitgemacht mit j. und d. aber ich konnte nicht. früher habe ich mich total weggesoffen und mich dann aufgeführt als käm ich grad vom stripclub. mitllerweile is mir sowas nur noch peinlich. und das finde ich auch gut so. ich habe ehrlich gesagt auch keine hohe meinung von leuten, die sich auf der tanzfläche sturzbetrunken halb ausziehen. trotzdem habe ich die beiden gestern darum beneidet, dass sie einfach so loslassen konnten, ohne darüber nachzudenken, was andere wohl denken könnten. mir ist wieder eingefallen, wie v. und ich uns früher immer aufgeführt haben. uns zwar genau so. es war wirklich geil. aber ich hatte auch damals schon immer angst zu viel von mir preiszugeben. und das hab ja auch. alle möglichen leute haben mich immer wieder darauf angesprochen, ob ich auf frauen stehe. ich meine sie haben ja recht mit ihrer vermutung. und gestern auf dieser party... ich hätte mich ohne weiteres als lesbe aussgeben können. aber wie gesagt ich konnte nicht. früher bin ich den mädels damit immer wieder auf den schlips getreten. ich hatte gestern einfach auch angst davorm, dass es wieder so is. wenn ich auf einmal damit angefangen hätte, hätten sie mich doch beide seltsam angesehen oder nicht? auch wenn sie selber nur rumgebitcht haben. dazu kommt, dass ich eifersüchtig war. mit mir konnte sie das nich machen, dass habe ich gemerkt. weil ich einfach zu distanziert bin. immer höflich, immer freundlich, aber nie so betrunken, dass ich alles vergesse. und da hat sie immer nur mit ihr. und ich glaube, beide haben keine ahnung davon, wie gerne ich mitgemacht hätte und einfach alles um mich herum vergessen hätte. ich steh mir eben immer wieder selbst im weg. vor allem wem kann ich dennn schon sagen, wie toll ich sie finde und wie oft ich schon daran dachte mit ihr zu knutschen. wenn ich das jemandem erzähle, fühl ich mich völlig lächerlich und bloßgestellt. vor allem weil ich, wenn ich mich dann reden höre, finde, dass sich das, was ich sage, lächerlich anhört. wir sind händchenhaltend gelaufen gestern abend. es war so ein schönes gefühl. das gefühl zu jemandem dazuzugehören. ich will mehr davon. manchmal ist es mir sogar egal mit wem.

 wäre ich früher mit v. auf so einer paty gewesen, hätte es mich glaub ich nicht mal gestört, mit jemand wirldfremden rumzuknutschen. hab ich ja früher auch immer wieder mal gemacht. mittlerweile geht das gar nich mehr. gestern hätt ich mich auch nur n bisschen umguggn müssen und ich hätte mit garantie jemanden gefunden. das kann ich nicht, und das ist auch gut so. ich brauch schon jemanden, den ich wirklich gut kenne, damit ich genießen und mich fallen lassen kann. aber das wird wohl noch ne weile dauern. vor allem bruach ich mir gar nich mehr die mühe machen, hier jetzt noch groß jemanden kennenzulernen. bin ja eh nich mehr lange da. und dann geht dort alles wieder von vorne los. das sind ja prima aussichten fürs neue jahr.

12.12.10 16:06, kommentieren

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.interessant.

ich verstecke mich hinter verachtung und hochnäsigkeit, wenn ich angst davor habe, dass mich jemand hassen könnte...

1.12.10 19:21, kommentieren

a wie flittchen

bin ich ein flittchen? ist es das, wenn die väter meiner babysitterkinder mit mir über sex reden oder über beziehungsprobleme? wenn sie mich fragen, ob es okay ist, dass wir den mamas nichts davon erzählen, obwohl ich mit denen eigentlich gut befreundet bin? wie ist es, wenn sie mich nach meinem sexleben fragen? wenn uns eigentlich nett unterhalten über erfahrungen, die wir in der pubertät so gesammelt haben? es geht in eine bestimmte richtung. diese männer zerstören mein heiles weltbild, dass ich von der ehe habe. die absolute ehe, die alle bedürfnisse befriedigt. in der man nichts anderes braucht. je besser ich die familien kenne, desto öfter frage ich mich, wie mein papa denn so ist.

bin ich ein flittchen, wenn ich geschmeichelt fühle, wenn ich von den vätern angebaggert werde? bin ich das, wenn ich gegen eine affäre mit einem älteren mann nichts einzuwenden hätte. bin ich das, wenn es mich nicht groß stört, wenn ich jemanden kennenlerne, der eine freundin hat? 

würde es mich überhaupt stören, dann als flittchen bezeichnet zu werden? nein, ich denk nicht. weil dann, wenn mein ruf eh schon so zerstört wäre, könnte ich wirklich tun und lassen, was ich wollte. dann wäre es wirklich scheißegal, wen man damit vor den kopf stößt. allerdings ist man dann auch verdammt einsam. aber es wäre doch reizvoll, wenn es einfach keine rolle mehr spielen würde ob die leute dich mögen oder nicht.

oder lasse ich mir das nur gefallen, weil ich gemocht werden will???

die sache ist dir, dass ich einfach noch nicht weiß, was ich davon halte. und bis ich das rausgefunden habe, mache ich so weiter wie jetzt; d.h. zurückhaltend bleiben und schlimmeres vermeiden!!!

27.11.10 23:50, kommentieren

die sache mit dem pflichtbewusstsein

ich bin pflichtbewusst und verantwortungsbewusst. und das in hohem maße. ich weiß, dass es nicht in ordnung ist, sich immer und immer wieder krankschreiben zu lassen. vor allem ist es nicht in ordnung, wenn man gar nicht krank ist und seinen körper dadruch nur noch kranker macht. aber ich mache ja nicht einfach blau. irgendetwas hindert mich daran, einfach zur arbeit zu gehen jeden tag. und ich bin mir dessen bewusst. ich weiß, da ist etwas, das mich hindert. und an dieses etwas muss ich ran. und da mir das bewusst ist, und ich bewusst daran arbeite, bin ich pflichtbewusst. wenn man an etwas arbeitet, wird es immer erst mal schwerer, bevor es einfacher wird. darum sind rückschläge auch okay. das schöne ist, dass ich weiß, dass es in nicht allzu ferner zukunft besser wird. und wie gesagt, rückschläge sind okay. sie sind ein zeugnis davon, dass man auf dem weg der besserung ist!

16.11.10 21:47, kommentieren

.ka.

ich fass es nicht, dass ich schon wieder irgend so nem typen meine nummer gegeben hab. es is doch immer wieder dasselbe. ich lern irgendwo in irgendner bar irgendnen typen kennen und kaum haben wir uns 2 minuten unterhalten, erzählt er mir, ich hätte das schönste lächeln, dass er je gesehn hat oder ich wär die schönste frau der welt. ja ja schon klar... und ich weiß genau, dass sie das etwa jeder 2. frau erzählen, die sie sehen und trotzdem fühle ich mich geschmeichelt (was ja auch nicht schlimm ist) aber dann geb ich meine nummer raus und weiß in dem moment genau, dass ich das nicht will aber kann nicht anders als sie trotzdem zu geben. und verfluche mich danach dafür. weil ich einfach mal auf mein gefühl hören sollte. ich flirte nicht gern mit männern. das heißt eigentlich flirte ich sogar richtig gern, aber ich hasse die abfuhr die ich ihnen dann immer geben muss. weil männer nie locker lassen. weil sie nie die sind die nein sagen. sondern weil ich die bin, die nein sagen muss. und das immer und immer und immer wieder. ich hasse nein sagen.

ich mache mir echt sorgen um mich. was hab ich nur gemacht? wie konnte ich nur zulassen, dass jemand etwas mit mir macht, was ich nicht möchte? wie konnte ich nur? ich erzähle, du bist so viel wert. jeder ist soviel wert. und kümmere mich dabei gar nicht um mich. ich bin viel wert. ich bin sogar ne menge wert. ich gebe nicht acht auf mich. es könnte jederzeit wieder passieren. jederzeit. scheiße!!! was hab ich nur getan??? was hab ich da nur gemacht??? damn. ich weiß gar nicht wie ichs ausdrücken soll. bamm. nein. nein. nein nein nein!!! ich fühl mich so eklig. ich wider mich selbst so an. ich finde mich abstoßend. ich finde meinen körper abstoßend. wie konnte ich nur zulassen, dass mich jemand so behandelt. ich bin kein stück fleisch. was ist das nur für eine eigenschaft, dass man seine gefühle ausschalten kann. ich will heulen. ich bin kurz vor nem rückfall. und das nach fast einem jahr. ich will mehr sitzungen. ich schaff das nicht alleine. ich brauch nen profi. ich widere mich an. es is furchtbar, in nem körper zu stecken, den man eklig findet. das schlimmste ist, dass ich grad gar nich rauswill aus diesem loch. ich will mich suhlen in meinem selbstmitleid. ich verfalle wieder in dieses ding von vor einem jahr. ich habe fast das gefühl, als hätte ich nichts dazugelernt. als würde ich wieder ganz am anfang stehen. damn. ich könnte noch stunden laut vor mich hinfluchen. aber hört ja eh keiner. ich habe gelernt, man muss selbst etwas sagen, wenn man reden will. die andern griegns ja sonst nicht mit, wenns mir nicht gut geht. aber was soll ich denen den sagen. und wem soll ichs sagen. wie können sie mir helfen, wenn ich mich selbst so widerlich finde. sie können sagen, ich versteh dich, aber können sie nicht, weil sie es nicht selbst erlebt haben. sie können sagen, wird schon werden. aber einfach so von selbst wird gar nichts werden. man muss schon was dafür tun. aber was, wenn man nciht weiß, was man tun könnte?

1 Kommentar 7.11.10 05:36, kommentieren

.irreal.

obwohl alles in ihr widerstrebte, nickte sie mit dem kopf. er hielt ihr die beifahrertür auf und sie stieg ein. sie fühlte sich furchtbar. was zum teufel machte sie hier? eigentlich sollte sie aussteigen und weglaufen, solange sie noch konnte. er fuhr los. "schnall dich an", sagte er. sie gehorchte. sie konnte gar nicht anders. sie war sich absolut bewusst, dass sie sich selbst in diese situation gebracht hat. er hat sie gefragt, ob sie mit ihm kommen möchte. und sie hat ja gesagt. und schon da wusste sie, dass sie das eigentlich nicht will. aber warum hatte sie dann ja gesagt? es ist doch gar nicht so schwer. sie hätte einfach nein sagen können. was war es denn? warum hörte sie nie auf ihre innere stimme? wollte sie nicht unhöflich sein? schließlich hatte sie ihn ja gern. sie wollte seine gefühle nicht verletzen. hatte sie angst vor seiner reaktion? wie hätte er wohl reagiert? sie wusste, dass er es akzeptiert hätte. es war ihre irreale angst vor den reaktionen anderer menschen. oder überhaupt die angst vor menschen. was, wenn er es nicht akzeptiert hätte? wenn er ausgeflippt wäre? wenn er sich einfach über ihre antwort hinweggesetzt hätte? naja und dann? was soll schon passieren? sie kannte ihn doch. ihr verstand sagte ihr, dass er nichts tun wird, was sie nicht möchte. also wäre sie doch ernsthaft dumm, wenn sie nicht sagen würde was sie will. "schatz, fährst du mich bitte nach hause? ich habe meine meinung geändert." "warum?" warum? das konnte sie ihm nun wirklich nicht sagen. er soll keine blöden fragen stellen und sie noch mehr bedrängen, als sie es selbst schon tut. "fahr mich einfach nach hause." "na super. wir wollten eigentlich einen schönen ausflug machen, und jetzt willst du, dass ich dich nach hause fahre. und dann erklärst du mir nicht mal was los ist." oh nein, bitte nicht. er hasst sie. er hasst sie dafür. sie wusste es. "schatz, bitte. ich kann nicht." "dann rede wenigstens mit mir. aber dieses bäumchen-wechsel-dich-spiel ist ja nicht auszuhalten." sie sollte ihm erklären, was los ist. er würde es verstehen. aber wollte sie darüber reden? konnte sie ihm sagen, dass sie angst davor hat mit ihm allein zu sein. dass sie angst hat vor dem liebsten und zuvorkommendsten menschen, den sie kannte? nein, dass konnte sie nicht. sie würde seine gefühle verletzen. er würde es nicht verstehen. er wusste von ihr. von ihrem problem. von ihrer psyche. er wusste es. aber konnte es nicht verstehen. niemand konnte das. "nein, tut mir leid, ich kann nicht." er durfte es ihr nicht noch zusätzlich schwer machen. das nein-sagen war schon schwer genug, aber dieses diskutieren über das warum war einfach nicht auszuhalten. sie musste weg, sie musste hier raus. "halt an", rief sie. erschrocken hielt er sofort an und sie riss die türe auf und sprang aus dem wagen. langsam kam er hinterher. "vllt solltest du deiner psycho-tante mal sagen, dass sie sich ein bisschen beeilen soll mit ihrem gequatsche. das ist ja bald nicht mehr auszuhalten." er stieg wieder ein und fuhr weg. sie war allein. sie war raus aus der situation. so wie sie es wollte. und doch war es nicht das, was sie wollte. warum war es nur so schwer. sie fühlte sich alleingelassen. und doch fühlte sie sich besser, als in früheren ähnlichen situationen. sie hatte nein gesagt. sie hatte nein gesagt und hat es durchgezogen. sie hatte sich nicht unterkriegen lassen von ihrem kopfkino. ihr kopfkino, ja das war das, was ihr immer wieder im weg stand. sie wusste das. und es kotzte sie an. aber der kampf hatte heute begonnen. und sie würde ihn gewinnen. sie würde sich nicht mehr kleinkriegen lassen. niemals.

17.10.10 02:22, kommentieren

.das ist jetzt eben so.

bla bla... den ganzen tag schon geht es in meinem kopf: ich hätte doch hingehen sollen. ich hätte so nicht mit ihm umgehen dürfen. ich hätte mich entschuldigen sollen. hätte hätte hätte. was solls. jetzt isses eben so. ich bin nicht hingegangen. ich bin genau so mit ihm umgegangen. ich hab mich nicht entschuldigt. dafür habe ich heute nichts zu tun, was ein bisschen doof ist. aber andrerseits kann ich jetzt andere dinge erledigen. ich muss v. noch anrufen. ich muss noch die email an r. schicken. ich kann m. anrufen und mich eventuell verabreden. und entschuldigen kann ich mich morgen auch noch. und am montag kann ich auch wieder hingehn. und was ich nicht alles geschafft habe. ich habe gestern quasi alle bewerbungen weggeschickt. ich habe ein schönes buch gelesen. ich habe mit ihr telefoniert. ich war auf dem geburtstag und hatte einen netten abend. die themen waren zwar nicht wirklich meine, aber ich hatte nicht das gefühl ich muss mich dafür interessieren. ich muss nämlich nicht. meine interessen sind andere und das ist auch in ordnung so. das ist jetzt eben so.

1 Kommentar 9.9.10 18:59, kommentieren